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Brechts Herzneurose —
ein Motor seines Schreibens
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„Wegen meiner Herzkrämpfe sagt der Doktor, muss ich ins Bett. Ich gehe nicht ins Bett. Dort wird man krank. Ich sitze am Schreibtisch, morgens, mittags, abends..."
— Brecht, Tagebuch, 18 Jahre

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Wie die Berolina zu Berlin gehörte Brechts Herzneurose zu seinem Leben und Schaffen dazu. Schreibend verhielt er sich kalt zu Emotionen — denn Kälte verhinderte die Gefühlsverwirrung. Die Darstellung von Kälte schützte ihn lebenslang vor jenen alles verschlingenden Empfindungen, gegen die er einen wahrhaft großzügigen Katalog von Schutzmechanismen ausgebildet hatte.

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„Marianne heiratet jetzt mich. Aber wenn ich mich in die Schale zurückziehe und Eisluft abfließt, fällt sie um und hat blaue Hände."
— Brecht, 1921

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Seine Prämisse: „immer dunkel und massig zu bleiben" — sie lässt sein Episches Theater und seine Auseinandersetzung mit dem Kommunismus unter einem ganz anderen Blickwinkel erscheinen.
 
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